Das Angebot “Goodbye Hate Speech” von der Aktion Zivilcourage e.V. bildet interessierte Jugendliche zu Workshopleiter/innen aus und macht es ihnen möglich sich in der Schule mit den Themen Fake News, Hate Speech und Online-Extremismus zu beschäftigen.

Workshop im Kampf gegen Hass, Fake News und Extremismus

In den dreitägigen Ausbildungen, die in den vergangenen Monaten in Präsenz stattfinden konnten beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Inhalten des Workshops und besuchten außerdem ein Modul zum Thema Moderation, bei dem sie lernten, wie man eine Diskussion leitet und was es beim Sprechen vor einer Gruppe zu beachten gilt.

Fake News und Hassrede im Netz

Los ging es mit dem Modul zum Thema Fake News. Hierbei lernten die Jugendlichen, was für Merkmale Fake News haben und wie man diese am besten erkennen kann. Besonders ein interaktives Ratespiel, bei welchem die Teilnehmenden entscheiden sollten, ob eine Meldung wahr oder falsch ist, zeigte, wie schwer diese Entscheidung oft ist. Die Jugendlichen berichteten außerdem, welche Fake News ihnen selbst im Alltag schon begegnet sind.

Weiter ging es mit dem zweiten Modul, welches sich mit Hate Speech beschäftigte. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, wie genau sich Hate Speech definiert und was für unterschiedliche Arten es gibt. Außerdem erfuhren sie, wie die Rechtslage rund um Hate Speech aufgebaut ist und erarbeiteten Strategien, wie man mit Hate Speech umgehen, beziehungsweise was man dagegen tun kann.

Medien – Strohfeuer für Extremismus?

Im dritten Modul drehte sich alles rund um das Thema Moderation. Die Jugendlichen lernten, wie man eine Diskussion leitet und konnten sich außerdem selbst darin ausprobieren ein Thema vor einer Gruppe vorzustellen und bekamen daraufhin konkretes Feedback zu Mimik, Gestik, Körperhaltung und Wortwahl. Solche Fähigkeiten sind im Alltag außerordentlich nützlich und insbesondere bei Diskussionen unentbehrlich.

Das vierte und damit letzte inhaltliche Modul sollte sich dem Thema Online-Extremismus widmen. Zunächst lernten die Jugendlichen, wie Online-Extremismus funktioniert, und was es für unterschiedliche Formen gibt. Herzstück des Moduls war allerdings eine Gruppenarbeit, in der jede Gruppe eine Form des Online-Extremismus bearbeitete. Dabei entstanden zum Beispiel Checklisten, die es leichter machen bestimmte Formen des Online-Extremismus zu erkennen. Nach der Gruppenarbeit trugen die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse zusammen – auf diese Weise konnten die Teilnehmenden eine gute Übersicht über das Thema gewinnen. Viele extremistische Stömungen versuchen über das Internet neue Mitglieder*innen zu gewinnen, dabei sind oft besonders junge Menschen das Ziel. Das Thema ist deshalb von enormer Wichtigkeit.

Doch was jetzt?

Am letzten Tag war es dann so weit – alles Inhaltliche war geklärt. Doch zu einem guten Workshop gehören nicht nur gute Inhalte, sondern auch eine gute Struktur, Diese lernten die Teilnehmenden abschließend kennen. Nachdem sie sich einen Überblick über alle Materialien verschafft hatten, bekam die Gruppe die Gelegenheit den Workshop einmal grob durchzuspielen. Auf diese Weise wurden die Jugendlichen optimal vorbereitet, um in ihrer Schule eineerfolgreichen Workshop veranstalten zu können. Schon nach wenigen Woche hatten einige Teilnehmende ihren Workshop schon gehalten, dafür ein großes Dankeschön!

Neugierig geworden?

“Goodbye Hate Speech” geht weiter und unser Team freut sich über jede/n Teilnehmer/in.

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